01.09.2025

Interview: Wie geht Landesgartenschau?

Im Interview - das bisherige Team der Landesgartenschau Kleve 2029 gGmbH: Klaus Keysers als Geschäftsführer, Heinrich Sperling als Prokurist und Marijke Noy als Projektkoordinatorin Marketing & Kommunikation. Perspektiven auf das Klever Großprojekt...

Zum Einstieg eine Frage an Sie alle: Was bedeutet die Landesgartenschau 2029 für Kleve – in einem Satz?

Keysers: Eine große Chance, unsere Stadt zukunftsfähig zu gestalten – nachhaltig, lebendig und gemeinsam mit den Menschen vor Ort.
Sperling: Ein einmaliges Entwicklungsprojekt, das weit über die knapp 180 Veranstaltungstage hinauswirkt.
Noy: Eine Einladung an alle Klever:innen, ihre Stadt neu zu entdecken – und dabei ein echtes Wir-Gefühl zu erleben – dieses Großevent in 2029 kann das Miteinander in der Stadt stärken.

 

Frau Noy, wie begeistert man die Menschen für ein Ereignis, das erst in vier Jahren stattfindet?

Noy: Indem wir sie von Anfang an mitnehmen. Die Landesgartenschau beginnt nicht erst 2029 – sie beginnt jetzt. Wir erzählen nicht nur vom großen Sommer, sondern vom Weg dorthin: von ersten Ideen, konkreten Beteiligungsmöglichkeiten und kleinen wie großen Meilensteinen. Social Media, Veranstaltungen und ein transparenter Dialog spielen dabei eine zentrale Rolle. Denn die Landesgartenschau soll nicht für Kleve gemacht werden – sondern mit allen Klever:innen.

 

Wie beginnt man überhaupt mit der Planung einer Landesgartenschau?

Keysers: Mit einem klaren Ziel – und ganz vielen offenen Fragen. Wir tauschen uns mit den Organisations-Teams vergangener Gartenschauen aus, binden frühzeitig Stadtverwaltung, Politik und Öffentlichkeit ein und holen erfahrene Planungspartner dazu. Wichtig ist, dass wir nicht nur für ein Event planen, sondern für eine langfristige Entwicklung unserer Stadt.

 

Was sind die größten organisatorischen Herausforderungen?

Sperling: Die Komplexität. Wir arbeiten an städtebaulichen Projekten, planen Großveranstaltungen, koordinieren Fördermittel und stimmen viele Beteiligte ab. Die Kunst ist, all das strategisch zu verbinden und dabei im Alltag den Überblick zu behalten.

 

Was ist das Besondere an der LAGA in Kleve?

Keysers: Die Topografie. Unsere Stadt verbindet Burgberg, historische Parks, Innenstadt und Wasserwege – das ist einzigartig. Und: Wir wollen die Landesgartenschau nicht nur in einem abgegrenzten Gelände stattfinden lassen, sondern sie mitten in die Stadt holen. Der Spoykanal und der Kermisdahl bilden dabei das verbindende Element.

 

Herr Keysers, die Landesgartenschau ist eine große Chance für Kleve. Wie erleben Sie den Projektstart?

Keysers: Eine Landesgartenschau ist komplex – und für Kleve Neuland. Aber wir sind gut gestartet: Unsere erfolgreiche Bewerbung und der laufende Planungswettbewerb sind wichtige Meilensteine. Mit Heinrich Sperling haben wir einen erfahrenen Experten an unserer Seite, unterstützt durch ein starkes Netzwerk der LAGL. Der Förderverein ist gegründet und zählt bereits Dutzende Mitglieder. Das Projekt läuft – mit viel Engagement im Rücken.

 

Welche Rolle spielt der Förderverein bei der Landesgartenschau?

Noy: Der Förderverein ist eine tolle Möglichkeit für alle, die Lust haben, die Landesgartenschau aktiv mitzugestalten. Hier kommen engagierte Menschen zusammen, bringen Ideen ein, packen mit an und machen das Projekt lebendig. Ob bei Veranstaltungen, in Arbeitsgruppen oder einfach durch Mitdenken – jede und jeder kann etwas beitragen. So wird aus der Landesgartenschau ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Der Grundgedanke: „Gemeinsam schaffen, was bleibt!“

 

Wie entwickelt sich das Team der Landesgartenschau Kleve 2029 in den nächsten Jahren?

Noy: Unser Team wächst! In den kommenden Monaten und Jahren suchen wir engagierte Kolleg:innen für vielfältige Bereiche: Organisation, Kommunikation, Architektur, Grünplanung und vieles mehr. Wichtig sind uns Teamgeist, Begeisterung und der Blick fürs große Ganze. In 2026 ist eine wichtige Stelle im Bereich Planen & Bauen zu besetzen. Wer im Jobportal noch keine passende Stelle findet, darf sich gerne initiativ bei uns melden unter bewerbung@kleve-laga.de.

 

Herr Sperling, was darf man sich Ihrer Einschätzung nach von der Landesgartenschau versprechen?

Sperling: Eine Landesgartenschau ist weit mehr als ein schönes Blumenmeer. Sie ist Impulsgeberin für nachhaltige Stadtentwicklung, verbessert die Infrastruktur, schafft neue Aufenthaltsqualitäten – und stärkt zugleich Identifikation, Zusammenhalt und Lebensgefühl. Man gewinnt Lebensqualität, die bleibt.
Keysers: Genau darum geht es: Schaffen, was uns bleibt! Wir investieren in dauerhafte Verbesserungen für Kleve – für die Menschen, die hier leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.


Was haben die Klever:innen ganz konkret von der Landesgartenschau – auch über das Jahr 2029 hinaus?

Keysers: Die Laga ist ein Zukunftsprojekt. Viele Maßnahmen – von neuen Grünflächen über attraktive Wegebeziehungen bis zu Aufenthaltsorten am Wasser – bleiben dauerhaft bestehen. Wir schaffen also nicht nur ein temporäres Event, sondern investieren in ein Kleve von morgen: lebenswerter, nachhaltiger, vernetzter.

 

Was sind die nächsten Schritte?

Keysers: Mitte September beenden wir den Planungswettbewerb für die Parkanlagen unserer Laga, Mitte Oktober steht auch der Gewinner-Entwurf der städtischen Ausschreibung für die Gestaltung der Innenstadt fest. Die Ergebnisse präsentieren wir den Bürger:innen in der Klever Stadthalle. Es wird konkreter, anschaulicher und greifbarer.
Noy: Über unsere offizielle Website www.landesgartenschau-kleve-2029.de und auf unseren Social Media-Kanälen informieren wir ab Mitte September regelmäßig zum Planungsstand, bieten Geländeführungen an und laden zur aktiven Beteiligung ein. Die Landesgartenschau lebt vom Mitmachen – deshalb freuen wir uns sehr über das wachsende Interesse der Klever:innen. Der Förderverein ist gegründet, erste Arbeitsgruppen starten – wer sich einbringen möchte, ist herzlich willkommen!

 

Was wünschen Sie sich persönlich für die Landesgartenschau 2029?

Keysers: Dass die Menschen stolz auf „ihre“ Landesgartenschau sind – und dass die Ergebnisse langfristig in der Stadt spürbar bleiben.
Sperling: Einen reibungslosen Ablauf, viele gute Partnerschaften – und dass wir sagen können: Es hat sich gelohnt.
Noy: Dass sich ganz Kleve wiederfindet – in der Gestaltung, im Programm und im Gefühl, gemeinsam etwas Großes geschafft zu haben.

Landesgartenschau Kleve 2029 gGmbH

Rathaus Kleve
Minoritenplatz 1
47533 Kleve

Tel.: 02821 84-521

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